Im Bürokratiedschungel (1)
Sehr wichtig war zunächst die Beantragung einer Aufenthaltsgenehmigung, da ich mit einem X-Visa eingereist war, das nur 30 Tage nach Einreise Gültigkeit hat. Da ich den Diensthabenden im Büro für Ausländische Studenten der chinesischen Sprache wohl ausreichend mächtig erschien, erhielt ich den glücklichen Auftrag, mich selbt um die Beantragung kümmern zu "dürfen". Des Chinesischen unfähige Ausländer wurden zu Semesterbeginn kollektiv zur Beantragung "verschifft". Für die Aufenthaltsgenehmigung muss weiterhin ein Gesundheitscheck und der Nachweis eines HIV-Tests vorgelegt werden. Dies hatte ich zwar alles in Deutschland erledigt (inklusive "professioneller" englischer Übersetzungen), hatte jedoch kein roten Stempel von meinem Arzt bekommen, was im Büro für ausländische Studenten als ernsthaftes Problem angesehen wurde, als ich spaßeshalber nachfragte - China ist ja für seine roten Stempel berühmt. Daher musste ich im Beijinger Gesundheitszentrum meinen Gesundheitscheck checken lassen. Glücklicherweise gab es keine Beanstandungen, so dass ich für etwa 6 Euro den ersehnten roten Stempel bekam. Interessanterweise wurde der Gesundheitscheck meiner Mitbewohnerin Katerina - einer Kirgisin die ursprünglich aus Korea stammt - nicht akzeptiert, so dass sie alle Untersuchungen noch mal machen musste. Meine Unterlagen wurden übrigens auch erst zum Checken angenommen, nachdem ich meine Nationalität bekannt gegeben hatte ...
Nach Erledigung aller gesundheitlichen Formalia waren wir von der Aufenthaltsgenehmigung aber noch immer ein gutes Stück entfernt. In der Woche vor Unterrichtsbeginn (18. 09. 2006) machten Katerina, Jinxin und ich uns auf zur Visumsstelle für Ausländer, um alle Unterlagen einzureichen. Jinxin ist eine in China geborene Deutsche (auf Chinesisch: xiangjiao = Banane, außen gelb innen weiß ;-) ), die mir gleich am ersten Tag auf dem Weg zum Büro für Ausländische Studenten über den Weg lief und mir am Anfang superviel geholfen hat, gerade was das Zurechtfinden auf dem Riesencampus anging (Herzlichen Dank an Dich, Jinxin, falls du das hier liest).
Der Zeitpunkt zur Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung war, wie wir bald fesstellen mussten, mehr als ungünstig gewählt. Es war erstens Semesterbeginn und zweitens hatte viele Ausländer an diesem Tag diese Idee gehabt. Die Schlange vor den entsprechenden Schaltern - großzügigerweise waren immer 4 auf einmal geöffnet, wenn auch nie die selben - schlängelte sich einmal quer durch die Halle und beinhaltete ca. 200 Ausländer, die mutmaßlich das selbe Vorhaben verfolgten wie Katerina und ich. Jinxin war glückliche Inhaberin eines F-Visums, mit dem man keine Aufenthaltsgenehmigungn sondern nur Verlängerungen beantragen muss. Trotzdem hielt sie mit uns solidarisch die 3 (!) Stunden, die wir in der Warteschlange verbringen mussten, durch. Am Schalter angekommen dauerte die Beantragung dnan etwa 2 Minuten...
Nach Erledigung aller gesundheitlichen Formalia waren wir von der Aufenthaltsgenehmigung aber noch immer ein gutes Stück entfernt. In der Woche vor Unterrichtsbeginn (18. 09. 2006) machten Katerina, Jinxin und ich uns auf zur Visumsstelle für Ausländer, um alle Unterlagen einzureichen. Jinxin ist eine in China geborene Deutsche (auf Chinesisch: xiangjiao = Banane, außen gelb innen weiß ;-) ), die mir gleich am ersten Tag auf dem Weg zum Büro für Ausländische Studenten über den Weg lief und mir am Anfang superviel geholfen hat, gerade was das Zurechtfinden auf dem Riesencampus anging (Herzlichen Dank an Dich, Jinxin, falls du das hier liest).
Der Zeitpunkt zur Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung war, wie wir bald fesstellen mussten, mehr als ungünstig gewählt. Es war erstens Semesterbeginn und zweitens hatte viele Ausländer an diesem Tag diese Idee gehabt. Die Schlange vor den entsprechenden Schaltern - großzügigerweise waren immer 4 auf einmal geöffnet, wenn auch nie die selben - schlängelte sich einmal quer durch die Halle und beinhaltete ca. 200 Ausländer, die mutmaßlich das selbe Vorhaben verfolgten wie Katerina und ich. Jinxin war glückliche Inhaberin eines F-Visums, mit dem man keine Aufenthaltsgenehmigungn sondern nur Verlängerungen beantragen muss. Trotzdem hielt sie mit uns solidarisch die 3 (!) Stunden, die wir in der Warteschlange verbringen mussten, durch. Am Schalter angekommen dauerte die Beantragung dnan etwa 2 Minuten...









